DVD-Kritik: Pius XII – Ein Papst in Zeiten des Krieges

James Cromwell („Die Queen“) und Ken Duken („Inglourious Basterds“) in einem bewegenden Zweiteiler nach einer wahren Begebenheit

Das erste, was man denkt, wenn man James Cromwell als Papst Pius XII. sieht, ist wohl: Woher kennt man dieses charakteristische Gesicht bloß?! Ein Blick in diverse Internetlexika verrät da schon mehr: James Cromwell spielte einst den Farmer in “Ein Schweinchen namens Babe”…unvergessen aus Kindertagen sein legendärer Satz: “Gut gemacht Schwein, gut gemacht!”… umso faszinierender ist es, Cromwell hier in einer ganz anderen Rolle zu sehen. Er spielt Papst Pius XII., einer der umstrittensten Päpste der Neuzeit. Pius XII. war Papst zur Zeit des 3. Reiches. Kritiker werfen ihm noch heute vor, dass er sich nicht entschieden genug gegen Hitler und dessen Machenschaften, insbesondere die Judenverfolgung, einsetzte.

Im Film wird Pius XII. als sehr weiser Papst dargestellt, der sich immens für Frieden und Harmonie einsetzt und hin und wieder sogar ans Gewissen mancher Nazi-Schergen appelliert. Ob er damals wirklich den Befehl an seiner vatikanischen Klöster gab, jüdische Bürger zu verstecken, bleibt wohl ein Geheimnis.

Unabhängig davon fesselt der Film von der ersten bis zur letzten Minute. Auch wenn man die historische Person nicht kennt, handelt es sich bei dem Film um ein sehr tiefgehendes Drama. Natürlich – wie üblich – wurde auch dieser Film mit ein wenig übersteigertem kirchlichen Pathos ausgestattet und auch eine Liebesszenerie eingebaut, gut fürs Herz, nicht so gut für den Film, sorgt doch gerade diese Nebenhandlung dafür, dass die Kritik am Papst zeitweise eher zur Nebensache wird.

Sei’s drum: Dank dem starken Auftritt Cromwells ein durch und durch zu empfehlendes Drama

Schulnote: 2

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