DVD-Kritik: Hammer of the Gods

Hammer

Vorhersehbarer trashiger Wikingerepos mit guter Vermarktung

Die Story des Films ist schnell erzählt: Um 900 n. Chr. sind die Sachsen kurz davor, die lange bekämpften Wikinger zu besiegen. Der Wikingerkönig liegt (gefühlte 3 Jahre) im Sterben. Steinar (Charlie Bewley), jüngster Spross des Königs, soll seinen seit Jahren vermissten Bruder Hakan finden, damit dieser zurückkehrt und die Wikinger anführt. Hakan ist jetzt aber irgendein Sektenführer, der sich selbst zum König ausruft. Steinar bleibt nichts anderes übrig, als im Kampf Mann gegen Mann seinem Bruder zu trotzen…und vielleicht selbst Wikingeranführer zu werden?

Klingt bescheuert? Ist es auch! Der Stoff bietet wirklich ja Material. Epen und Schlachtenfilme erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit; wenn sie denn gut gemacht sind. Ein paar Blutspritzer hier, dumpfe Grunzlaute da und ein paar Oben-ohne-Mädels machen aber noch keinen guten Schlachtenfilm aus. Während die Naturaufnahmen noch halbwegs gelungen sind, nervt der Film v.a. durch angepasste Wortwahl (“Fick Dich!”, “Arschloch”, “dumme Schlampe”) und sehr hölzerne Dialoge über Ehre und Stolz. Dazu ein Hauptdarsteller, der nach jeder Schlacht dermaßen gekünstelt betroffen dreinschaut, als ob Odin persönlich ihm verzeihen müsste.

Und als ob es die Macher nicht gewusst hätten, dass der Film allenfalls irgendwann einmal im Nachtprogramm eines Spartensenders auftaucht, bauen sie möglichst viel Kunstblut ein, dass ja FSK 18 drauf kommt. Denn DAS macht einen Film ja spannend…

Schulnote: 4-

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