DVD-Kritik: Freiwild – Zum Abschuss freigegeben

Ein etwas anderer Thriller…

Freiwild ist das Regiedebüt von Edward Boase. Fünf Freunde werden bei einem Jagdausflug in Schottland von radikalen Tierschutzaktivisten gekidnappt und nur in Unterwäsche bekleidet in der Wildnis ausgesetzt. Im Folgenden werden die Hauptdarsteller von den Aktivisten wie Tiere gejagt und dabei gefilmt.

Freiwild wurde ähnlich wie “Blair Wich Project” als Mockumentary konzipiert. Im Stile einer Dokumentation wird so die Geschichte des Films erzählt. Die Kameraführung unterscheidet sich jedoch stark von oben genanntem Film: Hier gibt es nur sehr wenige verwackelte Handycam-Aufnahmen, sondern ganz im Gegenteil, viele atemberaubende Kamerafahrten durch die schöne Landschaft der Highlands. Der Film kommt darüber hinaus fast vollkommen ohne Blutvergießen aus, eine Ausnahme unter viele Thrillern und Horrorfilmen. Im Allgemeinen geht der Trend ja eher zu immer mehr zu expliziter Gewaltdarstellung, doch hier werden geschickt die Urinstinkte angesprochen. Edward Boase erzeugt somit eine sehr bedrohliche und dichte Atmosphäre, bei der man sehr gut in die Lage der Protagonisten hineinversetzt wird. Die Schauspieler tun ihr übriges dazu und überzeugen sehr in ihren Rollen. Was mich allerdings stört, sind die Interviewszenen, die immer wieder in den eigentlichen Film hinein geschnitten wurden. Diese sollen wohl dazu dienen, den Zuschauer noch mehr an die Charaktere zu binden und Einblicke in deren Gefühle zu geben. Jedoch wird dadurch immer wieder ein wenig der zuvor aufgebauten Spannung zerstört. Dies ist das größte Mako eines Films, der trotzdem durchweg zu empfehlen ist, vor allem wenn man gewillt ist, mal einen Thriller fernab aller Konventionen zu sehen.

 

Note: gut (-)

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