DVD-Kritik: A Beginner’s Guide to Endings

Wie die drei ältesten Söhne von Duke White probieren, ihr Leben zu ändern.

“Mit meinem Tod verhielt es sich so wie mit meinem Leben; es lief nicht alles wie geplant.” Duke White (Harvey Keitel) ist ganz gewiss kein Heiliger, er ist ein Spieler, der dem Ruf des Geldes nicht widerstehen kann und außerdem zwei Mal seine Frau betrogen hat, was jeweils mit einem unehelichen Sohn und schließlich mit einer Scheidung endete. Er will sich das Leben nehmen, weil er seinen drei ältesten Söhnen etwas schreckliches angetan hat und lieber sterben möchte als mit ansehen zu müssen, wie ihnen etwas passiert. Doch der erste Versuch, bei dem er probiert sich im Garten zu erhängen scheitert, weil der Ast des Baumes bricht. Nachdem der zweite Versuch dann allerdings klappt, erfahren seine Söhne bei der Testamentseröffnung durch seinen Bruder Pal (J.K. Simmons), dass das Medikament, für dessen Test sie ihr Vater 10 Jahre zuvor angemeldet hat – natürlich nicht ohne die Hälfte der 2000$ als Finderlohn selbst einzubehalten – zu dauerhaften Herzschäden führt. Als ein Anwalt vor der Tür stand, der 3 Schecks über jeweils 100.000$ bei sich trägt, um sich außergerichtlich zu einigen, fälschte Duke kurzerhand die Unterschriften seiner drei ältesten Söhne, um die Sache zu beschleunigen. Aber die vielen Nullen haben ihm den Kopf verdreht und so schickt er sich an, das Geld seiner Jungs durch Pferdewetten noch zu vermehren und natürlich auch, um einen Finderlohn für sich selbst zu erspielen, jedoch natürlich ohne Erfolg. Im Gegenteil; Er verspielt alles und kann so seinen Söhnen außer ein paar persönlichen Gegenständen und seinem Haus nur die schreckliche Nachricht hinterlassen, dass sie bald sterben müssen.

Für die drei vollkommen unterschiedlichen Söhne beginnt nun ihr Leben neu: Nuts (Jason Jones), der älteste, ist ein ehemaliger Boxer und bekommt Zweifel daran, ob er als Manager des ersten unehelichen Sohnes Safti, der in Nuts Fußstapfen getreten ist, ein guter Bruder ist und will ihn davon abhalten einen Kampf zu bestreiten, den er definitiv verlieren wird. Cal (Scott Caan), der zweite Sohn, ist ein leichtsinniger Schürzenjäger, der auf gefährliche Frauen steht. Er will nicht wie sein Vater enden und allein sterben, also beschließt er sesshaft zu werden. Die richtige Frau dafür hat er auch schon im Kopf. Blöd nur, dass deren drei bisherige Ehen jeweils mit einem unnatürlichen Tod ihrer Ehemänner endeten. Der dritte im Bunde ist Jacob (Paulo Costanzo), der total aus der Reihe fällt. Er war ein guter Schüler, ist ordentlich, organisiert und hat einen richtigen Job. Er erfindet sich nach der Nachricht bald sterben zu müssen allerdings komplett neu: Er kündigt seinen Job, löst seine Konten auf und macht eine Liste, mit Dingen, die er schon immer mal machen wollte und arbeitet diese nach und nach ab.

So entsteht eine Geschichte mit drei Handlungssträngen, alle gespickt mit lustigen Zwischenfällen und allerlei coolen Sprüchen, die am Ende in einem großen Finale wieder zusammengeführt werden.

 

Fazit: A Beginner’s Guide to Endings ist eine schwarze Komödie, in der drei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, jeder auf seine Weise probiert, nicht zu sein wie der eigene Vater. In seinem Regie-Debüt in Spielfilmlänge schafft es Jonathan Sobol angenehm durchgeknallte Unterhaltung für zwischendurch zu liefern, die man sich auf jeden Fall mehrmals anschauen kann.

Schulnote 2+

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