CD-Review: Señor Karōshi – | ñ | ō |

senor_karoshi

Trierer Punk Rock à la Turbostaat

Der ein oder andere erinnert sich ja vielleicht noch an unsere CD-Review der Trierer Band Corman vor gut anderthalb Jahren (Gedächtnishilfe). Leider muss ich die schlechte Nachricht überbringen, dass es Corman nicht mehr gibt, aber nach dem Motto “Die Band ist tot, lang lebe die Band!” wurde kurzerhand das Trio Señor Karōshi gegründet, das sich aus ehemaligen Mitgliedern von Rest in Question und eben Corman zusammensetzt.

Neben den Änderungen wie zum Beispiel nicht mehr zu viert, sondern nur noch zu dritt zu sein und der Tatsache, dass die englischen Texte deutschen gewichen sind, ist aber auch einiges gleich geblieben. So wird das Schubladendenken zum Beispiel weiterhin verachtet und stattdessen der Spielspaß vorgezogen, was sich in der Selbstbeschreibung der Band auch sehr schön wiederfinden lässt. Die lautet nämlich wie folgt:

Señor K. machen gleichsam rauen wie eingängigen 3-Mann-(Post)Punk, Noise-Melody…Hard… Alternative… ach weiß der Deiwel!! Gitarre, Bass, Schlagzeug und los! Dazu angemessen geistreiche Texte über den Wahnsinn des zivilisierten Lebens, der uns Tag für Tag viel zu früh verschwitzt und mit Rückenschmerzen aus dem Schlaf klingelt und eigentlich bloß auf den Abend hoffen lässt. Und den wir uns selbst ausgedacht haben. Na bravo!

Der ein oder andere mag sich mittlerweile fragen, warum da oben in der Überschrift “CD-Review” steht. Das lässt sich kurz und schmerzlos beantworten: die Herren aus Trier haben mittlerweile eine erste Single aufgenommen, die auf den Namen | ñ | ō | hört und als 7″ erscheint. Darauf findet der interessierte Hörer vier Songs, die durchwegs eingängig sind ohne dabei aber poppig zu wirken und mich teilweise stark an Turbostaat erinnern, wobei die Texte dann doch etwas leichter zu verstehen sind. In ca. dreizehn Minuten geben Señor Karōshi somit einen ersten Ausblick auf ihr Können, der hoffentlich auch von einem richtigen Album unterstützt wird.

Wer neugierig geworden ist, kann sich auf der Homepage der Band schon mal in die neuen Songs reinhören und sich am 14. Dezember in der Villa Wuller in Trier auch gleich noch einen Eindruck von den Livequalitäten der Band machen, wo dann auch die Releaseparty zur ersten Scheibe stattfinden wird.

Fazit: Eine schöne Einstimmung, die Lust auf mehr macht. Hoffentlich lässt ein richtiges Album nicht zu lange auf sich warten. Reinhören!

Schulnote: 2

 

Offizielle Bandhomepage

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