CD-Preview: Letzte Instanz – Heilig

Neues Album der Mittelalter-Folk-Metaller erscheint am 01.10.2010

und wiederum wird es die meisten Fans der Band wohl begeistern, denn diese hat wohl einen der besten Opener der Bandgeschichte auf das Album gepackt.
Nach dem kleinen instrumentalen “Sanctus” erklingt “Unsterblich“: Mythisch, kraftvoll, rockig.
Sänger Holly singt – und hierin liegt der Unterschied zu manch anderer Band dieses Genres – trotz Pathos, gradlinig und glaubwürdig.
Mit “Neue Helden” folgt eine stampfende Mid-Tempo Nummer mit klassischen Letzte-Instanz-Lyrics: Meister hier, Schlacht da, Sieg sowieso. Nicht langweilig, aber auch nichts neues. Unheilig lassen grüßen!
In diese Kerbe schlagen auch “Schau ich mein Gesicht” und “Atme”: Gruftieromantik erster Güte, da wird dem schwarzen Geschöpf warm ums (eiskalte) Herz.
“Dein Gott” überrascht wiederum mit seinem Gitarrenintro. Es folgt die Letzte Instanz, die man aus Songs wie “Keines Herren Knecht” kennt. Düsterer klarer Rock, stampfend, melodisch, handwerklich sauber…auch hier setzt Holly voll auf das Geheimnis seiner Stimme, indem er die Strophen in Flüsterlauten singt.
“Schlaf, schlaf” reiht sich in obig beschriebene Midtempo Nummern ein und trieft vor Schmalz…wem’s gefällt. Mir wurd’s an dieser Stelle schon ein wenig zu viel des Guten (sorry, für meinen subjektiven Einschlag gerade).

Die besten Songs des Albums finden sich im Mittelfeld. Sowohl “Der letzte Tag”, als auch “Unsichtbar” sind zwei saftige Rocknummern, leicht elektronisch angehaucht. Endlich geht die Band für dieses Album mal so richtig ab, was man – mit Ausnahme des Openers – bislang leider ein bisschen vermisste. Der Kopf wird hier automatisch mitwippen. Diese Nummern sind live Pflicht ! Auch “Eismeer” ist eine derartige Nummer. Genau hier liegen auch die Stärken der Band. Warum sie doch des öfteren in unsäglichen Schmalz abtriftet, bleibt wohl ein Geheimnis, ist aber – wie immer – Geschmacksache.

Mit “Winterträume“, einer pathetischen Klavierballade mit späterem Rockeinschlag endet das Album.  Damit schließt sich ein Kreis ohne große Abschweifungen…

Kurzum: Es handelt es sich um ein Album, das man von der Letzten Instanz erwarten konnte, es überrascht nicht. Wie es zu bewerten ist?! Es ist wohl kein Album für die härteren Jungs; die Songs sind sehr romantisch und gefühlvoll.
Wer sich damit genauso gut identifizieren kann, dem wird das Album gefallen. Die Fans der härteren Gangart sollten lieber auf älteres Material zurückgreifen.

Schulnote: 3+

www.letzte-instanz.de

[avhamazon asin=B003WKOMBI linktype=text]Letzte Instanz – Heilig bei amazon.de[/avhamazon]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.