CD-Kritik: Through the Night von Zero Division


Glam Rock Reborn?

Ich muss zugeben: Als ich die CD-Hülle von Zero Divisions Album Through the Night zum ersten Mal in der Hand hatte, war mein erster Gedanke: “Oh mein Gott, das werden acht Lieder Qual werden.” Glam Rock ist nun ganz einfach mal gar nicht mein Fall und etwas übertriebene Künstlernamen haben sich die fünf Jungs auch noch gegeben. Aber die Bonner klingen gar nicht mal so schlecht, meine allgemeine Meinung zu Glam Rock wird das jetzt sicherlich nicht ändern, aber es geht in jedem Fall deutlich schlechter.

Nun aber mal zum eigentlich interessanten: Wie klingen Zero Division denn jetzt genau? Gesanglich sind sie auf jeden Fall ziemlich abwechslungsreich; Sänger Rufus Blake singt mal clean, mal etwas höher, mal etwas bassiger, aber auch einfach (soweit ich das einschätzen kann) typisch Glam Rock-mäßig. Die Gitarrenparts von Jonny C. Maverick würde ich als relativ wenig spektakulär bezeichnen, öfter mal ein paar hohe und verzerrte Noten am Ende des Riffs, aber auch das ein oder andere nette Solo, das hier nicht unterschlagen werden soll. Sehr prominent ist das Keyboard von Nathan Sky, welches meistens eher als Klangteppich dient, aber durchaus auch mal eine nette Melodie beisteuert. Bassist Matt O. liefert nette Basslines, mal wirklich interessant, aber auch öfter einfach ganz normal begleitend. Das Drumming von Luke McLovin (eindeutig die gelungenste Künstlernamen-Kreation von den fünf) zeichnet sich nicht durch außergewöhnliche Breaks aus, ist aber wohl als solide zu bezeichnen.

Fazit: Heraus kommt ein 8-“spuriges” Album von fünf Jungs, die den Glam Rock wiederauferstehen sehen wollen. Ich weiß nicht, ob das Endprodukt wirklich Glam Rock ist, wahrscheinlich eher 80er Rock und wer darauf steht, der sollte sich Through the Night vielleicht mal anhören. Für mich ist das Album ein bisschen zu eintönig, was aber auch im Genre an sich liegen dürfte und ganz einfach eben nicht meine Musik.

Schulnote: 3-4

 

Offizielle Homepage von Zero Division

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