CD-Kritik: The Hooters – 5×5

Nach dem erfolgreichen ersten Teil der 30-Jahre Jubiläumstour (wir berichteten vom Konzert aus Losheim), bei dem sich einige Fans durch erstaunt die Ohren rieben, welche Songs da teilweise zum besten gegeben wurden, haben die Hooters – wie man so schön sagt – “Butter bei die Fische” getan und eine Art Single mit ganz besonderen Spezialitäten veröffentlicht.

Los geht’s mit dem für die deutschen Fans geschriebenen und auch auf – zugegeben beachtlichem – deutsch gesungenen “Pissing in the Rhine” (welches man hier kostenlos downloaden kann), welches bei der Tour schon als Opener diente und manchen Zuhörer zu einem “Hä, woher aus Deutschland kommen die denn?” veranlasste. Es handelt sich um einen eingängigen Gute-Laune-Poprock Song, der sehr klassisch-hooteresque darkommt und garantiert Ohrwurmqualität besitzt, sieht man vom etwas seltsamen Text einmal ab.

Auch “Silver Lining” wurde auf der Tour gespielt. Eingeleitet wird die Midtemponummer mit der Bazillian-Mundharmonika, danach dümpelt sie etwas vor sich hin. Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben die Hooters immer mal wieder solche Lieder geschrieben, schmalzig einerseits, pathetisch andererseits. Diese Songs gehören nicht unbedingt zur Stärke der Band, aber als Lückenfüller sind sie ab und an auf der CD auch mal ganz nett.

Die folgenden beiden Songs sind in der Musikwelt hinreichend bekannt, doch wussten wohl die wenigsten, dass hinter den Songtexten auch die Hooters-Schreiberlinge Eric Baziliian und Rob Hyman stecken:

“One of us” wurde in den 80ern von Joan Osborne unter das Musikvolk gebracht. Ich muss gleich dazu sagen: Ich mag das Lied nicht, kann aber auch nicht sagen warum. Das ist so ein Nervsong aus dem Radio, bei dem ich immer den Sender wechseln muss. Andere mögen den hintergründigen und grundehrlichen Text loben. Das ist auch richtig so und gerade hier find ich, dass die Hooters Version diesen viel besser in den Vordergrund rückt, als Joan Osborne dies einst tat. Eric Bazillians Stimme besitzt einen viel umfassenderen Wohlklang. Es wäre besser gewesen, wenn die Hooters ihn in den 80ern herausgebracht hätten, doch besser spät als nie 🙂 .

“Time after Time” wurde ebenfalls in den 80ern von Cindy Lauper gesungen. Als Dank sang Cindy auf der damaligen Single der Hooters “Boys will be Boys” den weiblichen Part. Cindy Lauper interpretierte ihn eher balladisch, die Hooters dagegen machen eine Rockversion drauß. Geschmacksache natürlich. Aber die Hooters Version hat definitiv mehr Power. Ab ins Auto damit und rumdüsen!!!

Die CD endet mit “Really fine Wine”, einer Folk-Poprock-Nummer, auch etwas für heiße Sommertage, die man sich gibt, wenn man draußen im Liegestuhl mit dem 3. Bier (bzw. Wein) in der Hand liegt und einfach chillen will. Mehr gibt’s dazu wirklich nicht zu sagen.

Fazit: Auch im Jahre 30 nach Gründung rocken die Hooters sich einen ab. Als kleiner Nachfolger von “Time stand still” taugt 5×5 allemal. Es hätten gut und gerne auch ein paar Songs mehr sein können, den obwohl gute Stimmung verbreitet wird, hätte es der CD gut getan, wenn sie diese Stimmung noch ein wenig gehalten hätte

Schulnote: 2+

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