CD-Kritik: The Cranberries – Roses

Die Kranichbeern sind zurück.

Nach ihrer Trennung im Jahre 2003 haben sich die 3 Männer um die Frontfrau Dolores O´Riordan wieder mal ins Studio verzogen, um ihr insgesamt 6. Album zu produzieren. Als Grund der Trennung wurde nach offizieller Lesart aber keine bandinternen Verstimmungen sondern eine Auszeit der Sängerin angegeben, die diese für die Pflege einer Angehörigen nutzen sollte und auch wollte. Die Musik der Cranberries kann nicht so recht eingeordnet werden, handelt es sich doch um eine Mischung aus Softrock und Pop, garniert mit einem großen Schuss Irish Folk, also der Musik Ihrer Heimat, und darüber ergießt sich eine ganze Wagenladung voll Melancholie. Die Musiker sind älter geworden, wie man nicht nur an beiliegenden Fotos entdecken kann, nein auch die Pässe verraten, dass drei der Musiker bereits die 40 erreicht haben, übrigens alle in 2011 ! Ob dies Auswirkungen auf ihre Musik spüren lässt, sollte am besten jeder für sich selbst entscheiden ! Sicher, das Album liegt deutlich hinter dem Erfolgsalbum „No need to argue“ von 1995 zurück. Allerdings kann die Band ihr Baby nicht verleugnen, bereits nach den ersten Takten der CD handelt es sich eindeutig um The Cranberries. Deutlich wird dies vor allem beim wohl stärksten Song der Platte, dem bereits als Single ausgekoppelten „Tomorrow“. Allein des ungewöhnlichen Textes wegen hat aber auch „Schizophrenic Playboys“ eine nähere Betrachtung verdient. Insgesamt wird ihnen das Album wohl nicht zur Rückkehr nach oben ausreichen, aber das Fundament dazu dürfte gelegt sein. Vielleicht haben wir in den nächsten Jahren ja noch was zu erwarten. Wie heißt es so schön in der Beschreibung der Cranberry-Frucht (Kranichbeere) : ein leicht herbes, aber sehr intensives Fruchtaroma. Besser kann man die Musik der Iren wohl nicht beschreiben.

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