CD-Kritik: The Beach Boys – That’s why God made the Radio

Und sie surfen weiter…

Wer hätte DAS gedacht? Die Beach Boys, eine der beliebtesten Bands der 60er und frühen 70er kommen 2012 in Restoriginalbesetzung zurück. Mike Love und Co. wollen der Welt zeigen, dass der wohlige Poprock von damals heute immer noch gebraucht wird. Die große Frage war nur: Können die Herren, die in der Vergangenheit eher durch Drogenexzesse und übersteigerte Egos auffielen, den Karren nochmals drehen…?! Klare Antwort: Absolut! Sie haben – obgleich sie alle schon an den 70 kratzen bzw. diese überschritten haben, nichts verlernt. Stimmlich nicht und musikalisch sowieso nicht. “That’s why God made the Radio” heißt ihr 2012er Comeback Album. Was erwartet uns? Es fängt eher schaurig an: “Think about the Days” wird kastraten-beach-boys-like eingeläutet, eher melancholisch, denn auf Party aus. Doch bereits die gleichnamige Singleauskopplung “That’s why God made the Radio” zeigt, wohin die Reise geht. Launiger Pop im Beach Boys-Stile. Sommer, Sonne, Strand, 60er Jahre. Klar: Die Beach Boys Mucke ist nicht am Puls der Zeit, das ist aber auch nicht gewollt. Fans wollen eine Band, die sich treu bleibt und es würde einfach nicht passen, würden nur Synthiebeats oä eingesetzt. “Isn’t it Time” schlägt in dieselbe Kerbe wie der Vorgängersong. Auffällig ist, dass die Beach Boys nun eine etwas langsamere Schiene fahren, was wohl mit dem gesetzten Alter zu tun hat. Man wird abwarten müssen, wie sie sich auf der kommenden Livetour präsentieren. Wenn ein Song herauszupicken wär, den man auch vor 40 Jahren hätte spielen können, wärs sicher “The Private Life of Bill and Sue”, welcher auch gut in ein Bud Spencer-Film passen würde. Die Band hat Spaß, das hört man! Und sie ist authentisch! Man kann daher nur sagen: Gott sei Dank sind sie zurück und Gott sei Dank haben sie uns ein klassisches Album mitgebracht! Es wäre unsinnig, jeden einzelnen Song zu besprechen, handelt es sich doch um ein Beach Boys-Gesamtkunstwerk. Die Fans werden zwar eher auf die Klassiker erpischt sein, aber dennoch bleibt eines zu sagen: Danke!

Schulnote: 2

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2 Gedanken zu „CD-Kritik: The Beach Boys – That’s why God made the Radio“

  1. Endlich mal eine Kritik, die das neue Album richtig einstuft, “versteht” ! Der Teacher hat gesprochen – eine 2. Je öfter man es hört, desto besser gefällt es. Und die Tour dazu läuft bisher super – im August sind sie bei uns !

    Carl Regenberg, Member of the one and only German Beach Boys-Fanclub “California Saga”

  2. Ich bin platt, tolles Ergebnis, echt Beach Boys, höre die CD mehrmals täglich rauf und runter. Besser geht nicht.
    Gruß
    Peter

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