CD-Kritik: Santiano – Von Liebe, Tod und Freiheit

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Das neue Album der Seemannsrocker verspricht die gewohnte Abwechslung und vor allem eingängige Melodien

Folkmusiker haben es in der Mainstreamberichterstattung oft schwer. Man wirft ihnen gemeinhin vor, dass alles gleich klingt, es keine neuen Ideen gibt und man sich auf Erlangtem ausruht. Ich frag mich immer: Warum soll ich etwas ändern, was bis dato immer geklappt hat?! Never change a winning team !

So auch hier: Wenn ich eine CD von Santiano rezensiere, weiß ich: Mich erwarten pathetische Folkrocksongs, Balladen und den ein oder anderen Partysong. Und genau das will ich da auch haben.

Vor diesem Hintergrund ist “Von Liebe, Tod und Freiheit” sehr gelungen.

Den Opener bildet die Hommage an Mike Oldfields “To France”, bei Santiano “Lieder der Freiheit” genannt. Schöner Opener, aber nicht der stärkste Song auf dem Album.

“Rolling the Woodpile” und “Joho und ne Buddel voll Rum” (Raggle Taggle Gipsy) sind folkig arrangierte Party-Traditionals, die allesamt Spaß machen. Auch “Johnny Boy” hat Anleihen der irischen Folksongs “Star of County Down”.

Mit “Die letzte Fahrt” bringen Santiano wieder einen nachdenklichen, tiefgehenden Song. Es geht um Tod und Abschied, jedoch nicht um’s Vergessen. Sicherlich einer der Highlights des Albums. Düster, mit Trommeln unterlegt. Sehr bewegend.

Mein Favorit des Albums ist definitiv “Rungholt”, die Geschichte um die sagenumwobene Stadt vor der friesischen Küste, quasi dem deutschen Atlantis. Hier sind Santiano in ihrem Element. Starker stampfender Choralgesang, wie man sie spätestens seit “Santiano” und “Gott muss ein Seemann sein” kennt.

Das Album entfällt eine unheimliche Vielfalt an Themen, für jeden ist was dabei. Ich freu mich schon auf die Tour!

Zack, ahoi!

Schulnote: 1

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