CD-Kritik: Paul McCartney – Kisses on the Bottom

Ein Rückblick in der Zeit sollte es werden, eine Hommage an die Songs seiner Kindheit…

Es ist eine sehr persönliche Reise durch die amerikanische Musikkultur der damaligen Zeit geworden. Unterstützung für dieses Projekt holte er sich in Form von Diana Krall, einer Jazz-Größe und deren Band. Aber auch die wohl bekannteren Eric Clapton und Stevie Wonder geben sich ein kleines Stelldichein. Wer nun aber irgendetwas, wenn auch nur entfernt, in Richtung der Beatles oder Wings erwartet, der wird herb enttäuscht. Zum einen handelt es sich nicht um Rock / Pop sondern um reinrassigen, dennoch sehr ruhigen und homogenen Jazz, zum anderen hat Paul kein einziges Instrument selbst gespielt. Erstmals ist er nur in der Gesangskabine tätig geworden. Das Resultat dürfte für den Beatles-Fan ungewöhnlich, für den McCartney-Fan ebenso gewöhnungsbedürftig sein. Es ist eine Platte, die es perfekt versteht, mit ihrem sog. Lounge-Sound ein entspanntes Essen in geselliger Runde zu untermalen. Aber ich bezweifle, dass dies in der Absicht des wohl reichsten Musikers Englands lag. Massen- oder gar hitparadentauglich kommt sie bestimmt nicht daher, was McCartney  unbestritten wohl auch nicht mehr nötig hat. Für meinen Geschmack ist es jedoch eine relativ langweilige CD. Allerdings gebe ich auch unumwunden zu, dass Jazz nicht meinen Musikgeschmack trifft und ich mir mit diesem Album eher etwas in Richtung der „Footsteps“-Alben von Chris de Burgh vorschwebte, also eigene Versionen wirklich bekannter Klassiker, auch wenn die zugrundeliegenden Kompositionen aus der Feder durchaus bekannter Schreiber wie Irving Berlin oder Johnny Burke stammen. Alles in allen leider ein mich enttäuschendes Album, von ich mir deutlich mehr versprochen habe.

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Ein Gedanke zu „CD-Kritik: Paul McCartney – Kisses on the Bottom“

  1. Die hätte der gute Paul besser für sich alleine zuhause gesungen. Man kann die alten Klassiker auch anders rüber bringen, siehe letztes Album von Eric Clapton.

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