CD-Kritik: Neil Young – Le Noise

Neil Young, die Koriphäe des Folk/Rock/Country, ist zurück mit einem neuen Album. Trotz seines Alters veröffentlicht der 65-Jährige nahezu jedes Jahr ein Album, mal rockiger (meist mit Crazy Horse), mal folkiger. Wieviel Alben der Gute schon veröffentlicht hat, weiß wohl auch nur er allein. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich seine Songs manchmal gleichen…Ein legänderer Spruch von Herrn Young, auf den Zuruf eines Fans („They all sound the same“), war „It’s all one song!“. Er ist sich also bewusst, dass er nicht der wandlungsfähigste Künstler ist. Aber gerade diese Tatsache macht die Musik von Neil Young so besonders. Er ist eine Konstante in einer viel zu schnelllebigen Welt. Diese wundervollen Melodien, die nur er aus dem Hut zu zaubern weiß und der positive Grundtenor seiner meisten Songs sind nur einige Markenzeichen. Ohne ihn hätte es Bands wie Pearl Jam wahrscheinlich nie gegeben.

Nun liegt mir also sein neues Album vor: „Le Noise“. Zuerst war ich irritiert: Nur Gitarren (meist E-Gitarre), Neil Youngs Gesang und irgendwo im Hintergrund ein Synthie und ein paar Loops. Keine Drums, kein Bass über die gesamte Albumlänge. Nicht gerade typisch für den Altmeister. Allerdings wirkt seine Musik dadurch viel intimer und subtiler. Es ist als würde man einen Moment einfangen und einfrieren. Jeder der 8 Tracks ist eine kleine Geschichte für sich, reduziert auf das Wesentliche. Produzent Daniel Lanois hat hier ganze Arbeit geleistet, Neil Young von einer ganz anderen Seite zu zeigen. Manchmal steckt die Magie halt dann doch eher im Einfachen statt in immer noch mehr Bombast.

Schulnote: sehr gut –

Hompage: Neil Young

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