CD-Kritik: Jeff Bridges – Jeff Bridges

Auf dem Weg zu Crazy Heart II ?

Dass Hollywood-Schauspieler Jeff Bridges (“Big Lebowsky”, “Crazy Heart”) musikalisch ist, wissen wir spätestens seit dem Musik-Drama “Crazy Heart”, in dem Jeff Bridges den abgehalfterten Ex-Country-Star Bad Blake spielt. Bridges ließ es sich damals schon nicht nehmen, einige Songs selbst einzuspielen und auch zu singen. Bereits damals dachte man: Wow, wenn jemand einen solchen Charakter spielen kann, dann Jeff Bridges.

Knapp 2 Jahre später legt Bridges nun ein Album vor. Was ist es, fragt man sich? Rock? Pop? Wieder Country? Klassisches Songwriting? Es ist von allem irgendwie ein bisschen. Wenn man das Album an 2 Songs festmachen müsste, würde man sich wohl den Opener “What a little Bit of Love can do” und “Tumbling Vine” aussuchen. Unterschiedlicher können Songs nicht sein: Während es sich beim erstgenannten durchaus um einen mitsummenden Countrysong handelt, schwelgt zweiter eher in einer Art Melancholieballade dahin, oft dissonant und verworren, aber keineswegs nichtanhörbar.

Eher auffällig ist, dass Jeff Bridges größtenteils auf fröhlichere Melodien verzichtet. Das ganze Album wird geführt von einer erzählenden Stimme, Reinhard Mey hätte seine wahre Freude. Man könnte sich Jeff Bridges auch gut als Songpartner von John Fogerty vorstellen. Alleine dieser Vergleich zeigt die Vielschichtigkeit des Jeff Bridges. Einzelne Songs hervorzuheben, wäre vergeudete Zeit. Es ist auch kein Chart-Album, aber dennoch ein großes Machwerk für Liebhaber klassischen Songwritings und natürlich für Fans des Dude.

Dennoch hätte es dem Album sicherlich gut getan, nicht ausschließlich auf den melancholischen Punkt zu setzen.

Schulnote: 2

Künstlerhomepage: www.jeffbridges.com

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