CD-Kritik: Interpol – Interpol

Interpol ist eine dieser Bands die ständig in aller Munde sind…Oft gehypt aber nur heiße Luft? Dies ist bei Interpol glücklicherweise nicht der Fall. Mit einem Sound, der sich irgendwo zwischen Post Punk und New-Wave bewegt, begeisterte der Vierer schon mit drei exzellenten Longplayern die Massen. Langsam, schleppend, düster, mit Texten die eigentlich schon fast der modernen Lyrik zuzuordnen sind, vollgepackt mit Metaphern und Mehrdeutigkeiten. Auch das äußeres Erscheinungsbild der Band, mit Dresscode, Anzughosen, Hemden, Krawatten und Jackett unterstreicht die düstere Ästhetik zusätzlich.

Hier ist jetzt also Longplayer Nummer vier, schlicht und einfach „Interpol“ betitelt. Nach dem Ausstieg des langjährigen Bassisten und Gründungsmitglied „Carlos „D“ Dengler“, welcher allerdings noch an diesem Album mitgearbeitet hatte, war daran zu zweifeln, ob die Band den Weg weitergehen würde, den sie eingeschlagen hatte. Schon bei dem ersten Song „Sucess“ und spätestens bei „Memory Serves“ wird klar, dass alle Bedenken fehl am Platz waren. Interpol-typische Kost wird hier geboten. Genau darin liegt aber auch eine Schwäche des Albums: Irgendwie schafft die Band es nicht wirklich an ihre alten Glanztaten anzuknüpfen. Es ist alles nicht mehr so besonders wie auf den vorherigen Alben. Versteht mich nicht falsch, von einem schlechten Album kann hier keine Rede sein, nur für eine Band wie Interpol, die sagenhafte und einzigartige Musik geschaffen haben ist das leider ein wenig enttäuschend, es fehlen schlichtweg die Überraschungen.

Schulnote: gut

Hompage von Interpol

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