CD-Kritik: Heino – Schwarz blüht der Enzian

Heino

Heino gegen Dieter Bohlen – Oder die Frage: Wer melkt die ehemals musikalische Kuh so lange, bis sie richtig tot ist

Zugegeben: Heinos Vorgängeralbum “Mit freundlichen Grüßen” hatte noch etwas Cooles. Etwas, das man von ihm so nicht erwartete. Mediales Interesse war ihm sicher und hat das Ding, ob zu Recht oder zu Unrecht, auf Nr. 1 der Charts katapultiert. Für Heino sicher erfreulich, denn der Enzian juckt vlt noch die Generation 70+, das war’s dann aber auch schon.

Aber was Heino jetzt macht, ist dann noch schlicht und einfach Schrott, um nicht Scheiße zu sagen: Man nehme seine uralten Gassenhauer, verkleide diese in ein durchgenudeltes Poprock-Humtatametal-Gewand und fertig ist die neue Nr. 1 Scheibe? Sicher? Ganz sicher!

Davon abgesehen, dass es quasi ne Wiederholung des o.g. Albums ist, handelt es sich hier um Trash unterster Schublade. Und kein Trash, bei dem man sagen würde: Cool, muss ich haben, will ich hören! Wenn “Jaja, die Katja, die hat ja” dahin seiert, dann ist die schon deswegen schlimm, weil der Song im Ursprung so fröhlich ist, dass er einfach in kein Rockgewand passen will. Zu viel Bierzelt eben.

Für Wacken ok? Sicher, bei 20 Bier im Kopp erträgt man alles. Sogar einen 75jährigen Volksmusikanten, der sich nun endgültig in die Lächerlichkeit schießen will. Nächste Stufe: Dschungelcamp

Note: 6

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.