CD-Kritik: FIBRE – Science Is the Next Big Thing


Klangteppiche und mehr!
Erfrischend, ohne Attitude kommen sie daher, die Jungs von FIBRE aus Hannover. Was übrigens nicht Karl-Marx-Stadt ist, wie sie selbstbewusst sagen und damit klar machen wollen, dass sie eben nicht auf irgendeine bestimme Schiene einsteigen wollen, sei es die gewollt provinziell dumpfe oder die divenhaft zickige. Haben sie auch eigentlich überhaupt nicht nötig, denn mit ihrem ganz eigenen Sound fahren sie sowieso deutlich besser.

Zu ihrem zweiten Album Science Is the Next Big Thing haben die vier Hannoveraner sich deutlich weiterentwickelt. Es ist allgemein etwas härter geworden und der Anspruch hauptsächlich zu gefallen wie noch beim Vorgänger ist auch über Bord geschmissen worden. Heraus kommt ein ganz spezieller Sound irgendwo zwischen Alternative und Indie, gespickt mit interessanten Melodien und Klangteppichen der Gitarren und äußerst raffinierten Rhythmuselementen, über die man sich beim genaueren Hinhören freuen kann. Mich erinnert’s stellenweise an das letzte Album “Major/Minor” von Thrice, auch wenn das Quartett als Einflüsse eher Incubus, Editors und Billy Talent angeben. Einen deutlichen Stil festzumachen erscheint mir dennoch äußerst schwierig und genau das macht die Musik von FIBRE so interessant.

Perfekt abgerundet wird Science Is the Next Big Thing (welches übrigens am 14. September erscheinen wird) durch die Tatsachen, dass es zum einen während der 13 Songs immer wieder etwas neues zu hören gibt und zum anderen dabei trotz eigenem Stil noch äußerst tanzbar und mitreißend bleibt.

Fazit: Ein äußerst interessantes Album, mit sehr speziellem Sound, das so gut wie alles hat, was ein wirklich gutes Album ausmacht.

Schulnote: 1-2

 

Offizielle Homepage von FIBRE

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