CD-Kritik: Die Priester – Rex Gloriae

 Sakrale Musik gepaart mit Pop…kann so etwas funktionieren?„Musik öffnet uns die Tore zum Himmel. Dazu wollen diese innigen Lieder inspirieren. Betendes Singen und singendes Beten drücken sich in Hymnen, Psalmworten und Melodien aus. Der oft wiederkehrende Anruf Gottes verleiht diesen Gesängen mystische Dimensionen, eine leise Ahnung von der Herrlichkeit des Himmels“. So sagten es die Priester im August 2012.

Inwiefern sich diese Aussage nun wirklich in der  Musik der Priester niederschlägt, kann man sich auf ihrem zweiten Album „Rex Gloriae“ anhören.  Das Album beginnt mit einem gesprochenen Psalm, für den Joachim Kerzel, ein bekannter Synchronsprecher, verpflichtet wurde. Wieso dies keiner der Priester übernimmt, ist mir fraglich. Viel besser macht es die Sache nicht, eher im Gegenteil, das Album beginnt dadurch regelrecht peinlich.  Auf der gesamten Albumlänge gibt es noch zwei solcher „Zwischenstücke“.  Direkt im Anschluss an dieses Intro folgt der Titeltrack, welcher die Marschrichtung des Albums vorgibt. Chorgesänge, sehr bombastisch arrangierte Refrains und in ruhigen Passagen die Stimmen der einzelnen Priester allein. Dieses Schema zieht sich mehr oder minder durch das gesamte Album. Dies  macht „Rex Gloriae“ auf Dauer etwas eintönig.

Viel gravierender finde ich allerdings, dass das gesamte Album durch den ganzen Bombast in Kombination mit der „Überproduziertheit“ des Soundbildes erheblich an Authentizität einbüßt. Das klingt einfach viel eher nach Reißbrettarbeit, als nach ehrlicher Kirchenmusik. Schade eigentlich, denn Potential hätten die Priester schon…

 

Note: 4 –

 

Homepage der Priester

[amazon_link id=”B0098Z70X8″ target=”_blank” ]Die Priester – “Rex Gloriae” bei Amazon kaufen[/amazon_link]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.