CD-Kritik: Berlin Boom Orchestra – Kopf, Stein, Pflaster

01_BBO_KSP_Cover_300dpi_RGB_1500x1500

Intelligenter Raggae aus Berlin

Nach mittlerweile zwei Studioalben und drei EPs veröffentlichen Berlin Boom Orchestra mit „Kopf, Stein, Pflaster“ nun ihr Album Nummer 3. Die Berliner Band, die 2006 gegründet wurde, besteht aus neun Mitgliedern und hat sich dem Raggae und Funk verschrieben. Die Texte von Sänger Filou sind dabei meist politisch, sehr gesellschaftskritisch und nehmen kein Blatt vor den Mund. Daran ändert sich auch auf „Kopf, Stein, Pflaster“ nichts, jedoch präsentiert sich eine sehr gereifte Band. Bläser, Drums und Bass sind sehr ausgefeilt arrangiert und tragen zur Vielschichtigkeit des Sounds bei. So wirkt das Klangbild der Platte sehr organisch. Auch die Produktion des Albums trägt dazu sehr positiv bei. Musikalisch bewegt man sich allerdings meist auf einem Terrain, welches schon einige Raggae Bands zuvor beschritten haben. Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal der Band sind auch auf „Kopf, Stein, Pflaster“ sicherlich die Texte. So befasst sich der Opener „Geh Doch“ zum Beispiel sehr kritisch mit den aktuellen Diskussionen, die in Deutschland zurzeit an allen Ecken und Enden zu hören sind. Auch die Texte der restlichen Songs wie zum Beispiel “Mörder” sind stets auf höchstem Niveau.  Einzig vermisse ich teilweise ein wenig die Melodien in der Gesangsstimme. Alles in Allem ist Berlin Boom Orchestras „Kopf, Stein, Pflaster“ allerdings ein sehr empfehlenswertes Album für alle Fans des anspruchsvollen Reggaes geworden.

 

Note: 2

[amazon_link id=”B0157F66VO” target=”_blank” ]”Kopf, Stein, Pflaster” bei Amazon kaufen[/amazon_link]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.