CD-Kritik: Amy Winehouse – Lioness: Hidden Treasures

Der Tod von Amy Winehouse war musikalisch sicherlich eine der größten Tragödien des Jahres 2011. Dieses Ereignis löste einmal mehr die Diskussion um den berühmten Club der 27er aus, also der jungen Stars, die in eben diesem Alter den Tod fanden. Hier tummeln sich bereits so berühmte Musiker wie Kurt Cobain, Jimi Hendrix, Jim Morrison oder auch Janis Joplin. Posthum legt Universal also noch ein Album der Engländerin vor. Darin zeigt sie einmal mehr, welch grandioses Talent sie vorweisen konnte. Doch leider betrafen die Schlagzeilen vor ihrem viel zu frühen tragischen Tod  zuletzt weniger Ihre Musik als mehr ihr zertrümmertes Privatleben. Nun liegt die Vermutung nahe, dass man noch einmal mit der großen, aber körperlich eher kleinen Künstlerin abkassieren möchte. Der Titel „Hidden treasures“ (also  Versteckte Schätze) deutet darauf hin. So hat auch z.B. Dave Davies, der Gitarrist der Kinks, vor kurzem ein  namensgleiches und ebenfalls sehr interessantes Album vorgelegt. Die Beweggründe der Plattenfirma lassen sich auch  hier nicht ergründen, aber gelohnt hat es sich allemal. Auf dem erst dritten Album tummeln sich 12 wunderschöne  Soulnummern, die jedoch teilweise an bereits bekannte Tracks der Künstlerin erinnern. So scheint bei „Our day will  come“ der gleiche Saxobeat wie bei „Just friends“ aus ihrem Erfolgsalbum „Back to black“ (als ihr 2. Album bereits über 5  Jahre alt !) unterlegt zu sein. Was sind nun die Highlights dieses Albums ? Meiner Meinung nach sicherlich nicht „Like  smoke“, das gemeinsam mit Rapper NAS aufgenommen wurde. Aber dafür entschädigt das inzwischen doch häufig  gehörte Duett mit Swing-Legende Tony Bennett „Body and soul“, denn allein dieser Songs rechtfertigt die  Veröffentlichung des Albums. Dessen Zitat : `Es war sehr aufregend, mit Amy Winehouse zu arbeiten. Wenn man sich die  Aufnahme von ‘Body And Soul’ anhört, dann ist es ein Zeugnis ihres künstlerischen Genies und ihrer Brillanz als eine der ehrlichsten Musikerinnen, die ich jemals gekannt habe` kann eigentlich nur zugestimmt werden. Ihre Interpretation des  Swingklassikers „The girl from Ipanema“ war bereits seit längerem im Internet erhältlich, klingt aber bei ihr wieder völlig  neu und eigen. Mir sagt außerdem der Song „Valerie“ sehr zu, erinnert er doch stark an ihren Durchbruch mit  „Back to black“. Abschließend bleibt nur die wehmütige Frage, welche Songs uns durch ihren Tod für immer verborgen bleiben !

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