Buchkritik: In der Dummelkammer des Bösen (M. Benecke)

Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt
In der Dunkelkammer des Bösen rückt der Leser ganz nah heran an erstaunliche Verbrecher und deren teilweise abartige Verbrechen. Das Buch startet mit Berichten zur Untersuchung des Schädels von Adolf Hitler, den der Autor in Moskau genauer untersuchen durfte. Thematisch steht dieses Thema wohl ein wenig außerhalb, bleibt aber dennoch hochinteressant. Den größten Teil ihrer Abhandlung widmen die beiden Autoren (namlich diesmal Mark und seine Ehefrau Lydia) aber anderen Serienmördern oder krankhaften gestörten Sexualtätern. Wir treffen hier auf so bekannte Kriminalfälle wie Josef Fritzl aus Amstetten, der eine seiner Töchter insgesmt ca. 24 Jahre in einem Verlies gefangen hielt und mit ihr unglaubliche 7 Kinder zeugte oder Wolfgang Priklopil, den Entführer von Natascha Kampbusch. Im Vordergrund steht jedoch weniger die Tat selbst, sondern die Hintergründe oder die psyschischen Faktoren der Täter und ihrer Verbrechen, also unfachmännisch ausdegrückt : Wie kann es zu so einer Tat kommen, wo liegen die Gründe ? Die Beneckes widmen sich also Vergewaltigern, Nekrophilen, Sadisten, Sexualmördern und anderen Tätern der körperlichen Gewalt und besuchen sie dazu sogar im Knast überall auf der Welt, um ihr Innersten nach außen zu krempeln. Die Kernfragen des Buches sind :  Wie entstehen “Monster” ? Gibt es kaltblütige Killer wirklich, oder sind sie Opfer der Umstände ? Müssen Täter pädophil sein, um sich an Kindern zu vergehen ? Bereits an dieser Beschreibung findet sich auch einer der Kritikpunkte an diesem Buch. Eigentlich erwartet man von einem Kriminalbiologen die Arbeit an Tatorten oder Leichen(stücken), aber nicht an der Psyche von Menschen. Hier zeigt sich deutlich der Einfluss der Co-Autorin Lydia Benecke, einer Diplom-Psychologin. Zwar leistet dies der Spannung des Buches keinen Abbruch, aber man darf schon den leisen Verdacht hegen, dass hier jemand auf der Erfolgswelle mitreiten möchte. Nichtsdestotrotz ein hochinteressante und zu empfehlende Lektüre. Ein kleiner wohlmeinender Ratschlag : Lesen sie das Buch nicht allein in einer dunklen Ecke des Stadtparks ! 😉

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