Buch-Kritik: Wir streicheln und wir essen sie – unser paradoxes Verhältnis zu Tieren (H. Herzog)

In seinem Werk „Wir streicheln und wir essen sie. Unser paradoxes Verhältnis zu Tieren“ beschreibt der Autor und Anthrozoologe Hal Herzog unser verqueres menschliches Denken im Bezug auf die Tiere.

Warum haben wir zu  Haustieren ein anderes Verhältnis als zu Tieren, die nicht als Haustiere gelten? Weswegen haben Tiere überhabt diesen unterschiedlichen Status? Warum empfinden wir manchmal Liebe und Mitleid und manchmal Gleichgültigkeit in Bezug auf das Schicksal von Tieren? Weswegen ist unser Verhalten insgesamt dermaßen widersprüchlich auf diesem Gebiet?

Die Anthrozoologie untersucht eben jene Zusammenhänge und moralischen Widersprüche. Dieser neue Forschungszweig befasst sich ganz allgemein betrachtet mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Hal Herzog  erörtert an einer Reihe von Fallbeispielen, darunter auch anhand persönlicher Erfahrungen, in welchen Situationen Tiere einen unterschiedlichen Status erfahren und welche Rolle die menschliche Moral, die Kultur, finanzieller Reichtum oder auch nur linguistische Konnotationen haben können. Somit unterliegen individuelle Einstellungen, das Verhalten und die Beziehung zu Tieren (die wir lieben, hassen oder auch essen) verhaltenspsychologisch komplexen  Gegebenheiten.

Für alle Interessierten ein kurzweiliges Sachbuch, das wissenschaftliche Ergebnisse gut verständlich und anschaulich präsentiert.

Note: gut (2+)

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