Buch-Kritik: So würde Hitchcock präsentieren (M. Moesslang)

Was haben die meisten Präsentationen und die Filme von Sir Alfred Hitchcock gemeinsam ?

Sie sind zum Gruseln. Und was unterscheidet sie ? Die einen sind spannend, die anderen gähnend langweilig. Wer nun den Meister der Spannung (nämlich Hitchcock) mit langweilig in Verbindung bringt, der sollte sich eine andere Seite bei www.saarschall.de anschauen, denn dieser Bericht bzw. dieses Buch ist nichts für ihn.
Allen anderen wird hier ein tolles und sehr gelungenes Buch vorgestellt. Es ist aber wirklich nur für den Personenkreis gedacht, der beruflich oder privat im Bereich Präsentation eingespannt ist. Für alle Hobbypräsentatoren, z.B. anlässlich einer Generalversammlung, ist der Stoff zu hart. Das Thema des Sachbuches fasst der Autor selbst treffend wie folgt zusammen : „Was genau macht eine Präsentation gut oder gar besser ? Was unterscheidet eine B-Präsentation von einem Blockbuster ? Wie wird eine Präsentation zu Vertigo, Die Vögel oder Psycho ?“ Dazu erläutert Moesslang in den ersten 200 Seiten die Grundbegriffe und theoretischen Hintergründe, die zu einer gelungenen Präsentation gehören. Das ist nicht immer leicht und flockig, auch wenn er sich genau an der Arbeitsweise eines Drehbuchautors orientiert, beinhaltet aber dennoch das absolut notwendige Rüstzeug für den abschließenden Ernstfall : die, wie er es nennt, „meisterhafte Inszenierung“. Ausgestattet mit allerlei Tipps für äußere Einflüsse wie Beleuchtung und Anordnung des Publikums / der Bühne, die Gestik oder die Kleidung des Vortragenden bis hin zur Darstellung selbst, also der Art und Weise des Vortrages, müsste der Vortrag das gewünschte Resultat erzielen. Er verweist auf kluge Einfälle wie Humor, Wechsel des Dialektes oder der Position, um unterschiedliche Wirkungen und Effekte zu erzielen. Abwechslung zu erreichen ist eben ein wenig schwieriger als nur ständig neue Folien mit immer neuen Effekten an die Wand zu werfen, wie wir alle wohl zur Genüge seit Verbreitung von Powerpoint bereits erlebt haben. Mehr als 10 Folien in der Minute sind zwar auch ein Film, aber der reicht wohl in puncto „suspense“ (nach Meinung des Profi-Vortragsredners Moesslang der Dreh- und Angelpunkt eines jedes spannenden Filmes und bedeutet neben Spannung eben auch Ungewissheit und Schwebezustand über das, was noch kommen mag) nicht an das beschriebene und berechtigt geforderte Niveau seitens der Zuhörerschaft heran. Doch bei allen Tipps und Anmerkungen bleibt Hitchcock-Fan Moesslang auf dem Teppich : „Übertreiben Sie es nicht mit der Perfektion, denn an den großen Meister Hitchcock kann wohl niemand heranreichen.“ Wie wahr, wie wahr ! Aber für einen Vorspann à la Sir Alfred sollte es nach    Anleitung dieses Buch schon reichen. Es ist Ihren Zuhörern zu gönnen!

Weitere Infos: www.m-vg.de/redline/shop/article/2616-so-wuerde-hitchcock-praesentieren/

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