Buch-Kritik: Lügen mit Zahlen (G. Bosbach/J. J. Korff)

Statistiken sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Viele sind gefälscht, einige sind korrekt. Hier der Versuch zweier Autoren, eine komplexe Materie einfach zu gestalten…

…leider bleibt es beim Versuch.

Vorneweg: Das Buch ist sehr interessant und die Idee, die dahinter steckt, brilliant. Beim ersten Lesen des Covers denkt sich der Leser (und auch der Redakteur): Endlich ein Buch, das schonungslos darlegt, wie Statistiken, die unser aller Alltag beherrschen, so manipuliert werden, indem Zustände oder Vorgänge so drastisch gut oder schlecht dargestellt werden, dass man praktisch gezwungen wird, die ganze Freude oder das ganze Elend direkt abzunehmen.

In 16 Kapiteln erläutern uns die Autoren Bosbach (Professor für Statistik, Mathematik und Empirie an der FH Koblenz) und Korff (studierter Historiker u. Politologe) uns alle möglichen Verfälschungen: Wahlergebnisse, Prozentverfälschungen, unsichere und getrickste Prognosen usw.. Was die Herren da so erzählen und erläutern, ist durchaus beeindruckend…eines kann jedoch definitiv gesagt werden: Das Buch ist keine “leichte Kost” … wer’s sowieso schon nicht mit Zahlen und Diagrammen hat, wird bei dem 308-Seiten-Werk des öfteren seinen Spaß haben. Es gelingt den Autoren nur teilweise, komplexe Abläufe anschaulich darzustellen; zu oft verfallen sie ins Fachchinesisch, das der Nicht-BWLer oder -Mathematiker einfach nicht versteht.

Fazit: Diejenigen, die sich echt für den Inhalt hinter dem Inhalt dieses Buches interessieren, müssen in Kauf nehmen, sich auch ab und an in komplexe Abläufe hineinzudenken bzw. einige Seiten zweimal lesen zu müssen. Als Bettlektüre ist dieses Buch sicherlich ungeeignet; für ein langweiliges Wochenende aber eine schöne Abwechslung.

Schulnote: 3+

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