Buch-Kritik: König Arsch (M. Wehrle)

Ein weiteres Buch aus der endlosen Reihe:  Warum wir in Deutschland eine angebliche Servicewüste haben

Eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, ist irgendwie schwer. Man hat das Gefühl, dass man nichts zu sagen hat, was man nicht schon 1000x gelesen hat. Martin Wehrles “König Arsch” ist nichts besonderes. Wieder ein Buch, das in unzähligen Kapiteln erklärt, warum Kundenservice heutzutage eher klein geschrieben wird, Service nahezu nicht mehr existiert und der Kunde letzten Endes eben immer der Arsch ist. Was an dem Buch aber so richtig nervt: Wehrle beschreibt bevorzugt Extremsituationen, ohne jedoch klarzustellen, dass die geschilderten Situationen aber eher die Ausnahme denn die Regel darstellen. Sicher: Es gibt verdreckte Zugtoiletten, es gibt auch Technikhotlines und ja, ab und an muss man sein Obst im Supermarkt auch mal selbst abwiegen. Aber Gegenteiliges existiert auch noch. Und das sogar in der Mehrzahl. Und wenn der Autor dann schreibt, dass er an der Kasse von der Kassiererin angesprochen wird, dass er sein Obst eben nicht gewogen hat und er deshalb wieder zurück muss, dann möchte man dem Autor zuschreiben: Selber Schuld, das weiß doch heutzutage jeder.

“König Arsch” ist ein Buch, das niemand braucht. Und mit dem man erst Recht kein Geld verdienen sollte. Denn die Aussagen darin sind etwa so neu wie Höhlenmalereien.
Andererseits wird auch dieses Buch seine Abnehmer finden. Es behandelt eben ein Reizthema.

Schulnote: 4-5

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