Buch-Kritik: Der Boss (M. Netenjakob)

Deutsche und Türken sind komplett unterschiedlich – oder doch nicht?

Daniel, klassisch deutsch, Sohn 68er Eltern möchte seine Freundin Aylin heiraten, Deutsch-Türkin, die zwar einerseits typisch deutsch ist, andererseits jedoch sehr viel Wert auf konservative Tradition legt. Das Ergebnis sind Missververständnisse, Fehlvorstellungen und allerlei lustiges Chaos. Aylin hat nahezu ihre komplette Familie (über 600) Personen zu der bevorstehenden Hochzeit eingeladen; Daniel dagegen nur den engsten Freundeskreis. Um seiner Verlobten die Vorbereitungen so unstressig wie möglich zu gestalten, lässt er sich von Aylin umdekorieren: So ist er offiziell Moslem, weiß nicht, dass Sex vor der Ehe auch technisch möglich ist und ist sowieso der türkischen Kultur eher zugeneigt als der deutschen…und das bei klassischen 68er Eltern, die sich gerne mal pornographisches Theater ansehen und ganz unverblümt über sexuelle Abenteuer in den 70ern erzählen. Daniel behält bei all dem nur vermeintlich die Oberhand, denn schließlich ist er ja “der Boss”

Dass dies nicht lange gut gehen kann, versteht sich von selbst…

Fazit: “Der Boss” ist ein lustiger Roman rund um Deutsche, Türken und deren Eigenschaften. Sicher spielt die Geschichte ab und an mit Vorurteilen, dieses jedoch keinesfalls böswillig, sondern scharfsinnig satirig. Nur zu empfehlen!

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