Buch-Kritik: BLACKOUT – Morgen ist es zu spät (M. Elsberg)

Endzeit Thriller der weniger leicht zu lesenden Art

Man stelle sich vor, in beinahe ganz Europa und den USA fällt der Strom aus. Nicht für Stunden, nicht für 1-2 Tage, sondern für Wochen. Was sich alleine schon bedrohlich anhört, erschwert sich, wenn man die Folgen bedenkt: Fahrzeuge können nicht mehr betankt werden, Essen nicht mehr produziert und auch Atomkraftwerke kühlen sich nicht von selbst. Wer dahinter steckt, lässt sich sehr schnell vermuten…
Eisbergs Thriller BLACKOUT kam in Anbetracht von Klimawandel und der AKW-Abkehr genau zur rechten Zeit. Auch Terrorismus ist immer noch aktuell. Und so ist die Story gar nicht mal weit hergeholt bzw. erweckt das Buch zumindest den Eindruck, ein sehr realistisches Szenario zu beschreiben. Die bedrohliche Stimmung ist allzeit greifbar, erst recht an den Stellen, an denen auch der souveräne Staatsapparat ausfällt. Und dennoch ist das Buch nicht leicht zu lesen. Eisberg wechselt andauernd die Schauplätze. Er möchte die Beengtheit der Armen und Reichen, der einfachen Familie, aber auch des Bundeskanzlers darstellen. Dies führt jedoch dazu, dass das Buch, welches mit 800 Seiten einen echten Wälzer darstellt, mit der Zeit unübersichtlich wird und man dazu neigt, Nebenschauplätze zu überlesen, nur um zu erfahren, was nun mit den Hauptpersonen passiert.

Fazit: Düsterer Endzeitthriller der schwierigeren Art. Für Fans des Genres unverzichtbar. Für Lesemuffel mit 800 Seiten eher ungeeignet.

Schulnote: 2-3

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Ein Gedanke zu „Buch-Kritik: BLACKOUT – Morgen ist es zu spät (M. Elsberg)“

  1. Das Buch habe ich innerhalb weniger Tage verschlungen! Es ist gut geschrieben und spannend bis zum Schluss!

    Das Buch regt zum Nachdenken an! Was passiert wenn wochenlang der komplette Strom ausfällt? Die Wasserversorgung bricht zusammen, die Lebensmittelversorgung fällt aus, die Kernkraftwerke können nicht mehr gekühlt werden, die medizinische Versorgung bricht zusammen, die zivile Ordnung ist nicht mehr vorhanden, die globale Handeltswirschaft nimmt schwerste Schäden, die Finanzbörsen brechen weltweit zusammen, usw.

    Ein Schreckensszenario dass sich niemand wünscht! Trotzdem werde ich an die empfohlene Notversorgung der Bundesregierung weisen! Wir sind mittlerweile so abhängig und so sorglos geworden, dass wir überhaupt nicht vorbereitet sind wenn wirklich etwas geschieht! Was machen wir wenn wir an kein Bargeld mehr kommen, die Supermärkte leer sind und kein Trinkwasser mehr bekommen? Ich habe mir vorgenommen zumindest Trinkwasser und Lebensmittel für mindestens eine Woche einzulagern um wirklich spontane Krisen überstehen zu können! Dies ist keine Panik mache sondern mit Rückblick auf die Vergangenheit fast zu erwarten…

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