Buch-Kritik: Am achten Tag schuf Gott des Rechtsanwalt (W. Koczwara)

Dieses Buch beweist: Es gibt eine lustiges Seite des Rechts

Zugegeben: Man kann bei Büchern wie Koczwaras “Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt” im Voraus skeptisch sein, da man nicht weiß, welchen Anspruch dieses Buch verfolgt: Ist es für Juristen, die über sich selbst lachen wollen oder ist es für den Nichtjuristen, der über den Juristen lachen will. Da ich selbst dem Themengebiet verwurzelt bin, würde ich das Buch eher in die zweite Kategorie schieben. Entgegen dem Titel hat das Buch mit dem Rechtsanwaltsberuf relativ wenig zu tun, mit Ausnahme der Erwähnung in einigen wenigen Kapiteln. Der Großteil dreht sich um aberwitzige Urteile und Gesetze. Koczware arbeitet die teils abstrusen Entscheidungen im lustigen Gesamtkontext heraus. Was aber an der ein oder anderen Stelle des Buches nervt (und genau deswegen ist es eher für Nichtjuristen gedacht): Koczware hat – wenn es um juristische Termini geht – schlecht recherchiert: Gegen ein Zivilurteil des Amtsgerichts ist die Berufung statthaft und nicht – wie im Buch beschrieben – die Beschwerde oder der Widerspruch. Juristische Schnitzer sollten in einem zumindest teilweise juristischen Buch nichts zu suchen haben.

Trotzdem Schulnote: 2-

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