DVD-Kritik: Hacksaw-Ridge – Die Entscheidung

Bildgewaltiges Anti-Kriegs-Epos von Mel Gibson

Mel Gibson ist für seine Epen bekannt. Braveheart ist jedem ein Begriff und auch mit der Verfilmung der Passion Christi machte sich der Schauspieler als Regisseur einen Namen. Bekannt ist auch, dass Mel Gibson für Direktheit in seinen Filmen steht. Da wird nichts geschönt. Je anschaulicher, je direkter, je besser.

Mit Hacksaw Ridge verfilmt Mel Gibson die wahre Geschichte um den US-Soldaten Desmond Doss (gespielt von Spiderman Andrew Garfield), der während des zweiten Weltkrieges aus Moralgründen den Dienst an der Waffe verweigert und nach zahlreichen Rückschlägen (bis hin zur Anklage vor dem Militärgericht) als Sanitäter in den Krieg zieht. Im Kampf gegen die Japaner tut sich Doss als Held hervor, in dem er – so einigte man sich später, die genaue Zahl ist unbekannt – 75 verwundete Kameraden aus dem Kugelfeuer zog und somit deren Leben rettete.

Er wurde mit der Medal of Honor ausgezeichnet und starb 2006. 

Der Film ist sehr ansprechend und geht nahe. Insbesondere die Schikanen, die Doss ertragen muss, erinnern stark an Full Metal Jacket. Bei den Kampfszenen fiebert man richtig mit ihm und hofft, er möge noch den ein oder anderen retten.

Mel Gibson schafft hier eine Hommage, gepaart mit Kriegskritik, die – Mel Gibson-like – natürlich in brutalem Gewand herkommt. Zerplatzte Gedärme, Kopfschüsse, spritzendes Hirn. Wer sowas nicht abkann, sollte auf Hacksaw Ridge verzichten. 

Schulnote: 1

 

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