Buch-Kritik: John Fogerty und das Drama Creedence Clearwater Revival

Die schonungslose Aufdeckung des Aufstiegs und Falls von CCR sowie des Kampes von John Fogerty gegen die harte Musikindustrie

Rockfans kommen am Namen der Band nicht vorbei. CCR, Creedence Clearwater Revival, zählte in den 70er Jahren zu den populärsten und erfolgreichsten Rockbands. Ihr Bandleader und zugleich künstleriches Genie, John Fogerty, schrieb und komponierte sämtliche Klassiker dieser Band, die heute noch jedem im Ohr sind: Bad Moon Rising, Down on the Corner, Up around the Bend, Have you ever seen the Rain, Proud Mary, und und und. Dass die Geschichte dieser Band jedoch selten von Sonnenschein, sondern von Intrigen und Neid geprägt war, zeigen die Autoren Mark und Rüdiger Bloemeke mit dem vorliegenden Werk. Schonungslos decken die Autoren die neidgeprägten Aktionen der ehemaligen CCRer Doug Clifford und Stu Cook gegen ihren einstigen Frontmann John Fogerty auf. Fogerty, der in jeden seiner Songs Herzblut und echte Arbeit investierte, wurden durch Knebelverträge seine eigenen Songs entrissen und durch die beiden erstgenannten mehr oder weniger verramscht. Ein Prozess, der schließlich in der Gründung einer Coverband endete, die noch heute mit Fogertys Musik Kasse macht. Der Mann, der CCR war selbst erfreut sich heute seines Lebens. Die Fans haben die Strategie längst durchschaut und halten dem Original die Treue. Und wenn Fogerty dann Songs wie “Who’ll stop the Rain” anspielt, wissen alle, dass damit nicht durch das Wetter gemeint ist.

Für Fans John Fogertys und von CCR ein Muss. Für Rockfreunde ebenso. Aber auch für Menschen, die die harte Welt des Musikbusiness auch mal durchleuchtet sehen wollen. Zwar ergreifen die Autoren durchaus an der ein oder anderen Stelle Partei, dies jedoch nur in allzu verständlicher Art und Weise.

Keep on Rockin’ all over the World!

Schulnote: 1

 

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