CD-Kritik: Paradise Lost – Medusa

Back to the Roots…

Paradise Lost blicken inzwischen auf eine 29jährige Bandgeschichte zurück. Ausgezeichnet hat sich die Band stets durch eine hohe Experimentierfreudigkeit, was Paradise Lost nicht immer nur Freunde eingebracht hat. Mit Album Nummer 15 kehrt man nun sehr stark zu den Wurzeln zurück: dem Doom. Zugegebenermaßen hatte ich die Band nach Ihrem 1999 Album „Host“ aus den Augen verloren. Dies war doch schon fast lupenreiner Synthiepop mit einer minimalen Dosis Gitarren.

“Medusa” startet mit Orgelklängen bevor sich ein lavazähes Riffmonster aus den Boxen quält. Die Band ist tatsächlich zu ihrem Death-Doom-Sound zurückgekehrt. Auch „Gods of Ancient“ und „From the Gallows“ schlagen in eine ähnliche Kerbe. Der vorher ausgekoppelte Track „The longest Winter“ ist atmosphärischer gehalten als die vorherigen Songs. Hier beweist Holmes, dass er neben Growls auch zu sehr feinen cleanen Gesangsmelodien fähig ist. Der Titeltrack „Medusa“ brilliert mit Cleangesang, einem doomigen 70ties Spirit und sehr viel Atmosphäre. Von den restlichen Songs sticht insbesondere „Blood and Chaos“ heraus, welches sehr rockig geraten ist.

„Medusa“ ist eine abwechslungsreiche Scheibe geworden, bei der sich die Band ganz eindeutig auf ihre musikalischen Ursprünge zurückbesinnt.

Schulnote: 2

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