CD-Kritik: Beautiful Bunch – Selfdestruction at it’s finest

Da ist der Erstling

Letztes Jahr berichtete ich über Beautiful Bunch, eine Band die ich beim letztjährigen Riez Open Air für mich entdeckt hatte. Deren erste EP “Humankind” war schon sehr vielversprechend. Nach einem zwischenzeitlichen Personalwechsel (Basser Jan ersetzt den zum Studium nach Frankreich gezogenen Josef) erschien Ende September das erste Album “Selfdestruction at it’s finest” . Dieses erfüllt die mit der EP geschürten Erwartungen und hat zudem noch die ein oder andere Überraschung zu bieten.

Natürlich bleiben Beautiful Bunch ihrem Stil auch auf Albumlänge treu: geradliniger, direkter Rock mit Alternative-, Punk- und Metal-Einflüssen. Die Melodien sind eingängig, die Texte haben trotz teils ernster sozialer und politischer Themen weiterhin Mitgröhl-Potential. Jedoch wird dieses Rezept auf dem Langspieler um ein paar kleine Facetten erweitert. Bei manchen Liedern unterstützt  Gitarrist Sebastian Leas Gesang durch Background-Screamo-Einlagen,  der Album-Opener “Dancing in my head” startet mit Cello-Klängen und bei “Cage her up” ist ein echter Kinderchor zu hören. Dazu etwas was mich nostalgisch gemacht hat, da es in der heutigen Zeit digitaler Musik selten geworden ist: ein waschechter Hidden Track! Das sind Punkte die das Album  von einigen Bands im Independent Sektor abheben. Genauso wie das Album-Layout und Konzept das von Sängerin Lea selbst designed wurde. Dieses kann selbst mit professionellen Produktionen mithalten und man merkt, dass viel Zeit und Mühe reingesteckt wurden. Zuletzt noch mein einziger kleiner Kritikpunkt.  Die finale Abmischung bzw. das Mastering, besonders die der Stimmen die stellenweise etwas schief klingen, hätte noch ein wenig Feinschliff vertragen können. Aber das ist dem Independent Charakter geschuldet, ohne Label dahinter ist so etwas schwierig umzusetzen. Daher fällt dies auch nicht schwer ins Gewicht.

Insgesamt kann ich sagen, dass alle meine Erwartungen erfüllt und zum Teil sogar übertroffen wurden. Kleine Abzüge gibt es lediglich in der B-Note. Daher rate ich jedem Fan von ehrlichem und direktem Rock: reinhören!

Note: 1-2

Weitere Infos zur Band und die Bestellmöglichkeit für das Album findet ihr auf deren Website sowie bei Facebook. Auf Spotify und iTunes ist zudem die EP “Humankind” zu finden.

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