Konzertkritik: The Oysterband – “This House will stand”-Tour 2016, Musikpark Homburg, 27.11.2016

oysterband

Die Celtic-Folk-Legende gastierte auf ihrer Clubtour auch in Homburg

Die Oysterband dürfte jedem Fan der Folkmusik ein Begriff sein. Seit nahezu 40 Jahren touren die Mannen um den Frontmann John Jones durch die Welt und bieten eine Mischung aus saftigem Rock und klassischem Folk dar. Zurzeit ist die Band auf Best of-Tour mit ihrem aktuellen Sampler “This House will stand” und bereist die Clubs der Republik.

Für uns war es das erste Konzert im Musikpark in Homburg, dem ehemaligen Beatclub. Einerseits überrascht, wie hübsch die Location von innen ist, stellte sich schnell erste Ernüchterung ein. Denn als die Oysterband um kurz nach 20 Uhr aufspielte, verstand man von John Jones überhaupt nichts. Ekelhaft blechern klang das, was da aus den Lautsprechern dröhnte und erinnerte an die Konzerte zweitklassiger Coverbands auf Dorffesten. Ob es der Location geschuldet war (der arme Drummer Dil Davies musste unter einer Art Balkon spielen) oder ob der Herr am Sound einen schlechten Tag erwischte, war nicht festzustellen. An der Band lag es jedenfalls nicht. Mit der Zeit wurde der Sound besser, wenn er sich auch bis zum Ende nicht als wirklich gut einstellte.

Die Oysterband spielte routiniert ein Best of Set zusammen, von “Uncommercial Song”, über “Here comes the Flood” bis zu der Fanhymne “Everywhere I go” war alles dabei, was die Band so in 40 Jahren zusammentrug. John Jones’ Stimme ist einzigartig, sympathisch und passt wunderbar zur Musik der Band. Die Spielfreude war den Herren durchweg anzusehen. Die Stimmung im Publikum war – bis auf einige wenige – sehr ausgelassen. Homburg präsentierte sich textsicher.

Nach guten 2h verabschiedete sich die Band mit einer Akustikversion von “Put out the Lights” inmitten des Publikums. John Jones sang gar ohne Mikro in die umstehenden Fans hinein. Ein echter Gänsehaufauftritt.

Fazit: In Sachen Folkrock kommt man an der Oysterband nicht vorbei. Auf weitere 40 Jahre….aber nehmt euch ein wenig Zeit beim Soundcheck.

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