Konzertkritik: Oysterband – 40th Celebration Tour, 23.10.2017, Colos-Saal Aschaffenburg

Die britische Folkrocklegende Oysterband gastierte im Colos-Saal in Aschaffenburg

Unser erster Konzertbesuch der Oysterband letztes Jahr in Homburg war ziemlich ernüchternd. Einerseits gab die Band alles, andererseits war der Sound ziemlich mies.

2017 ist die Oysterband auf 40 Jahre Jubiläumstour und hat sich hierfür echt coole Locations ausgesucht. Unter anderem den Colos-Saal in Aschaffenburg, völlig zurecht Gewinner des Live Entertainment Award Winner 2013. Ein sehr schöner Musikclub mit hoher Bühne, gutem Bier und wahnsinnig guter Akustik.

Punkt 20 Uhr betrat die Oysterband unter Leitung ihres Frontmanns John Jones die Bühne. Es duften 40 Jahre Bandgeschehen gefeiert werden und so spielte die Band im ersten Teil ihr komplettes 1993er-Erfolgsalbum “Holy Bandits” mit Klassikern wie “When I’m up, I can’t get down”, “Road to Santiago” oder der sehr aktuellen “Go West”. Die Stimmung war von Anfang an sehr ausgelassen und wie es sich für ein gutes Folkrock Konzert gehört, tanzte die erste bis zur letzten Reihe und zeigte sich absolut textsicher. Die Band hat sichtlich Spaß, erzählten sie doch einige Kalauer über sterbende Frauen in irischen Folksongs oder der Tatsache, dass sie nur deswegen 40 Jahre auf der Bühne stehen konnten, weil sie reiche Frauen geheiratet haben.

Nach kurzer 20minütiger Pause wechselte die Oysterband ins beliebte Best of-Schema und spielte sich so durch ihre 40 Jahre durch. Neben “Here comes the Flood”, “A River runs” und der Fanhymne “Everywhere I go” (die lange nachhallend vom Publikum gesungen wurde) wusste hier insbesondere der Schlusssong “Put out the Lights” zu gefallen.

Ein sehr schönes Folkrockkonzert in sehr angenehmer Location. Gerne wieder.

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