Konzertbericht: The Hooters – 30th Anniversary Tour – 01.05.2010, Eisenbahnhalle Losheim/See

Welche Antwort bekommt man im Saarland auf die Aussage, dass man zu den Hooters geht? Meistens erntet man(n) gut und gerne ein verständiges Lächeln, liegt doch der Verdacht, dass ein Besuch bei den eher spärlich bekleideten jungen Frauen in Neunkirchen ansteht, sehr nahe.

Am 01.05.2010 stand jedoch seit langer Zeit wieder der Besuch der amerikanischen Rockband “The Hooters” an, die die Eisenbahnhalle in Losheim am See rocken sollte.

Gleich vorneweg: Versprochen wurde – im Rahmen der Tour zum 30. Geburtstag der Band – ein Best of Konzert. Und ja: Ich persönlich muss sagen, dass ich noch nie ein solch konsequentes Best of Konzert gesehen hab. Da war kein Song dabei, den das sehr gut aufgelegte Publikum nicht mindestens Mitsummen konnte. Die Hooters rockten nicht wie fast 60jährige Urgesteine, sondern “machten wie abgeriss”, wie man so schön sagt.

Verwunderung gleich zu Anfang: Eric Bazillian, sonst Chefgitarrist, kam lediglich mit Mikro auf die Bühne und wurde durch einen Neuling an der Gitarre ersetzt. Grund schien eine Verletzung zu sein, die Bazillian zeitweise zum alleinigen Singen verdammt. War aber auch egal, so konnte er noch besser über die Bühne rennen, rumspringen und anfeuern.

Zwar sollte man mit solchen Formulierungen vorsichtig sein, aber gespielt wurde doch (fast) alles: All you Zombies, Satellite, Johnny B, 25 Hours a Day, Day by Day, And we danced, Zig Zag, Great Big American Car, Karla with a K, und und und, der Begriff Best of wurde bis zum letzten ausgereizt. Mit “I’m alive” und “Free again” präsentierten die Hooters zu dem 2 relativ neue Songs, die jedoch dem Publikum auch schon bekannt waren, wie man bereits an den Reaktionen auf die Intros der Songs entnehmen konnte.
Überrascht wurde der ein oder andere jedoch von den keineswegs schlechten Hooters-Versionen der bekannten Songs Boys of Summer (Don Henlay), One of us (Joan Osborne) und Time after Time (Cindy Lauper).
Eric Bazillian und Rob Hyman ließen auch hier – wie schon in der Vergangenheit oft üblich – ihre Deutschkenntnisse glänzen, sodass spontan eine Zwischenstrophe in deutsch gesungen wurde.

Als Fazit bleibt festzuhalten: Es war ein Hammerkonzert. Die Stimmung war sehr gut, die Band bestens aufgelegt, die Setlist ließ keine Wünsche offen. So ist auch das heutige Ohrensausen dank sehr lauter Mundharmonika direkt am Mikro zu verzeihen!

www.hootersmusic.com
www.poppconcerts.de

3 Gedanken zu „Konzertbericht: The Hooters – 30th Anniversary Tour – 01.05.2010, Eisenbahnhalle Losheim/See“

  1. leider hat mir das getröne der lautsprecher gar nicht gepasst.komisch das das jeder überhört haben soll.einige leute verschwanden doch schon nach dem ersten lied.leider musste ich das als hooters fan schon öfter miterleben.also wird es zeit das sich damit mal jemand beschäftigt.vieleicht haben die techniker mal interesse daran.für mich war es vom ton her,das schlechteste,was ich je bei einem hooters konzert gehört habe.

  2. @ friedrich
    können Dir nur Zustimmen. Waren zu 2. da
    Der Tontechniker muß was an den Ohren haben
    Wie kann man in einer solch kleinen Halle nur den Ton so laut drehen
    Der Gesang war teilweise nicht richtig zu hören da Bass oder Gitarre zu stark im Vordergrund
    In SB in der Garage war der Sound besser

  3. Hehe, da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Meinungen sein können. Ich find,dass das mal wieder ein richtig geiles Rockkonzert war: Laute, krachende Gitarren, Gesang war ok (mal davon abgesehen, dass Hyman und Bazilian sowieso nicht die begnadetsten Sänger sind) … in SB war ich leider nich, hab aber schon paar Mal gehört, dass das Konzi ziemlich gut gewesen sein soll

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