Eventkritik – Rock am Bach Vorentscheid – Schlossberghalle, Büschfeld, 24.04.2010

Der Sommer naht. Das heißt, bald ist wieder Festival-Zeit. Der erste Pflichttermin im Saarland ist hier das Rock am Bach Festival, welches dieses Jahr in St. Wendel stattfindet. Um auch (teilweise) weniger renomierten Bands die Möglichkeit zu geben auf dem Festival zu spielen, findet alljährlich der Rock am Bach-Voretscheid statt, bei dem zwei Gewinnerbands die Möglichkeit bekommen auf dem Festival aufzutreten. Der Abend eröffneten die Vorjahresgewinner  Saddest Messiah.

Die erste Band, die die Chance hatte sich einen Auftritt auf dem Rock am Bach-Festival zu „verdienen“ war die Alternativ/Hardcore-Punk Band Blurred by Rain. Die vier Saarländer/Pfälzer überzeugten mit ihren sehr abwechslungsreichen Songs, die besonders durch Gesangsmelodien und den teilweise mehrstimmigen Gesang bestachen.

Der zweite Act des Abends waren die „Lokalhelden“ Parachutes. Der Fünfer bot wie gewohnt eine Performance auf höchster Ebene, musikalisch und technisch auf höchstem Niveau und bekamen schallendes Echo vom Publikum.  Da ich mit Screamo und sonstigem Geschrei/Gejammer/Geknüppel/Emo-Sch*** nix anfangen kann erspare ich mir hier eine Wertung.

Als nächstes schickten sich Johnboy an, dem jungen Publikum zu zeigen was Rock ‚n‘ Roll ist. Die Drei rockten wie die Sau und wirkten wie Balsam für meine Ohren, handgemachter nach vorne peitschender  Rock der selbst dem traurigsten Emo Eier wachsen lässt. Super!

Anschließend übernahmen  An Assfull of Love mit ihrer Mischung aus Glam, Rock und Heavy Rock das Zepter. Hier bekam man eine energetische Live Show geboten, die nicht ohne war, die gingen ab wie Schmit’s Katze. Die Poser-Rocker hatten somit mit ihren schnellen, verdammt rockigen Songs wenig Probelme das Publikum (inklusive mir) mitzureißen.

Es folgten In The Event of Fire eine Band bei der ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich das jetzt wirklich gut finde oder nicht.  Die Songs der Saarlouiser Experimental/Progressive/Punk Rocker bestehen teilweise aus ruhigen sphärischen Elementen, bei denen Sänger Dominik Schuh durch seine charismatische Stimme überzeugt, diese wechseln sich ab mit sagen wir mal rockigen Passagen, in welchen oft der Drummer der Band den Gesang übernimmt und „schreit“ was das Zeug hält. Dies war meist der Punkt an dem sich meine Begeisterung in Grenzen hielt. Sowas ist halt Geschmackssache…

Zu guter Letzt hatten Days of Serenity aus Zweibrücken die Möglichkeit Publikum und Jury  von sich zu überzeugen. Mit einer Mischung aus klassischem Metal und Metalcore neuer Schule, bestachen ihre Songs besonders mit manch cleanen Gesangspassagen und das alles auf einem technisch sehr hohen Niveau. Das kann man sich auch gut anhören wenn man (wie ich) eigentlich nicht auf Metalcore steht.

Während sich die Jury beriet, die Stimmtzettel abgegeben werden konnten und anschließend ausgewertet wurden folgte der Auftritt von Hardcut, der zweiten Gewinnerband vom Vorjahr. Als Gewinner dieses Wettbewerbs gingen  Parachutes (wer hätt’s gedacht) und Blurred by Rain hervor, wobei man anmerken muss dass ALLE Bands auf einem sehr hohen Niveau performten. Mehr Infos gibts auf:

http://www.rab-festival.de

http://www.myspace.com/blurredbyrain

http://www.myspace.com/parachutesnk

http://www.myspace.com/johnboyrock

http://www.myspace.com/assfull

http://www.myspace.com/intheeventoffire

http://www.myspace.com/daysofserenityband

http://www.myspace.com/saddestmessiah

http://www.myspace.com/hardcut



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