AntAttack Festival 2017, 22.4.2017, Neue Gebläsehalle Neunkirchen

Gelungenes Festival mit klasse Bands und guter Stimmung

Am vergangenen Wochenende gab es in der neuen Gebläsehalle in Neunkirchen die achte Auflage des AntAttack Festivals. Und die Veranstalter hatten ein sehr ordentliches Lineup zusammengestellt, zumindest wenn man dem gepflegten Punk Rock nicht abgeneigt ist.

Los ging es bereits um 16 Uhr mit Isotopes Punk Rock Baseball Club, gefolgt von Kuchenclub und Fahnenflucht. Der früher Beginn hielt das Publikum auch nicht vom zeitigen Erscheinen ab und so fand sich bereits früh eine ordentliche Meute vor der Bühne ein und feierte die Bands.

Weiter ging es mit Love A, welche eine sehr gute Show hinlegen konnten und nicht nur ihrer deutlich hörbaren und zahlreich erschienen Fanbase direkt vorne zu gefallen wussten. Überall wurde fleißig mitgewippt und anerkennend gejubelt.

Damit war es dann vorerst vorbei mit den nationalen Bands und die internationalen Gäste übernahmen das Zepter. Zunächst zeigten die Kanadier The Real McKenzies dem Publikum wie man Punk Rock mit Dudelsack verbinden kann. Schnell wurde deutlich, dass dies bereits für einige das Highlight des Abends darstellte und die Stimmung erreichte einen zwischenzeitlichen Höhepunkt. Wenngleich man schon auch festhalten muss, dass die Band nicht mit den Livequalitäten der ganz großen Folk Punk Bands mithalten kann. Für einen spaßigen Abend sind sie jedoch durchaus immer gut.

Im Anschluss bestiegen die Punk’n’Roller The Bones die Bühne und zeigten mit ordentlich Attitude, was es bedeutet eine Rockband zu sein. Dabei mischten die Schweden die Songauswahl aus ihren bisherigen Alben sehr gut zusammen, wobei ein Großteil aus etwas älteren Songs bestand, was mir persönlich sehr gut gefiel. Das Publikum war zwar durchaus mit dabei und jubelte laut, allerdings hatte sich  der Zuschauerraum im Vergleich zur vorherigen Band ein bisschen gelichtet. Den Anwesenden war’s freilich ziemlich egal; Sie feierten jeden Song und zeigten einen ordentlichen Pit vor der Bühne.

Als nächstes war es dann Zeit für den Headliner. Die Skatepunk Institution Millencolin aus Schweden. Der Saal war auf einmal wieder richtig voll und die Stimmung hervorragend. Die Band spielte ein starkes Set und wurde gebührend vom Publikum gefeiert, welches lautstark jubelte, mitsang (oder gröhlte) und den bisher größten Circle Pit des Abends anzettelte, welcher über die gesamte Dauer des Konzerts anhielt.

Als Late Night Special traten dann noch die Rogers auf und halfen dem Publikum den Abend ordentlich ausklingen zu lassen.

Alles in allem also ein gelungenes Festival. Man darf schon auf die neunte Auflage im nächsten Jahr gespannt sein.

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