Konzertkritik: Baroness – Purple Summer 2017 – Garage SB – 20.06.17

Garage went purple…

Baroness, eine Band die ich vor Jahren durch einen Bandkollegen kennenlernen durfte, gab uns am 20. Juni in der Garage Saarbrücken endlich die Ehre.

Viele, ja sehr viele Besetzungswechsel hinter sich, präsentierte die 4-Mann/Frau starke Truppe ihr viertes Studioalbum “Purple”. Nicht nur bei der allgemeinen Presse (“Album des Jahres 2015”, Visions), sondern auch beim Publikum reüssierte Baroness mit Purple.

Der Sound der Band ist ungewöhnlich, experimentell, wirklich mal was ganz anderes. In jedem Akkord und in jeder Melodie hörte man den Spaß heraus, den die Musiker während des Auftritts hatten. Vor allem die Melodien erklingen als hymnischer, frischer Wind, da eher bunte und leichte tonale Spektren miteinander kombiniert werden, jedoch die gewohnte Härte des Metall-Genres beibehalten bleibt. Das Resultat ist eine umwerfend melancholische Stimmung, die jeden einsaugt und für ein Gemeinschaftsgefühl für jeden im Raum sorgt, welches mit “Chlorine & Wine” auf seinen Peak kam.

Zu gerne würde ich erfahren, wie die Band an ihr Songwriting herangeht. Alles klingt so stimmig, so richtig. Kein Takt zu viel, großzügige instrumentale Parts, absolut passend harmonische Mehrstimmigkeiten zwischen den Gesängen von Gina Gleason und John Baizley und deren Gitarrenspiel bzw. dem Bassspiel von Nick Jost, während Drummer Sebastian Thomson groovet like hell. Das sind wahre Kompositionen.

Baroness hat es geschafft uns vom ersten bis zum letzten Ton an in einen stark euphorisierenden Rausch zu spielen – in den Gesichtern ein breites Lächeln und der Körper immer in Regung.

Vielen Dank und gerne wieder!

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